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    Februar 7th, 2011NinaNewsigkeiten, Programmatismus
    cc by wikimedia/ Chumwa

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    Kennt ihr dieses Gefühl auch? Man schaltet den Fernseher ein und möchte nur ein bisschen Zerstreuung und schnell merkt man, warum man die Kiste eigentlich nie wieder einschalten wollte, es aber aus unerfindlichen Gründen immer wieder tut. In der Welt ist schon wieder etwas passiert, in der Welt passiert eigentlich immer etwas. Und so haben die Medienmacher immer und immer wieder Futter. Sie finden immer wieder neue Nahrung für ihre Informationsmühlen.

    Ein Ereignis ist in den Medien erst dann wichtig, wenn man genug Informationen darüber sammeln kann. Schnell baut man einen Skandal und trampelt ihn so breit, dass am nie kommenden Ende keiner mehr so genau weiß, aus was dieser Info-Fladen eigentlich mal bestand und warum wir ihn jetzt alle brav schlucken.

    Skandale reiten auf Skandalen und am Ende findet sich immer ein Experte, der noch mehr weiß als der andere Experte. Betroffene treffen auf von Betroffenheit Ergriffene und Experten machen eine Expertise zu informativen Informationen. Dann wird diskutiert und konstatiert, dass man indigniert aber doch so desinformiert…

    Habt ihr es auch satt? Fühlt ihr euch auch manchmal einfach medial überfordert? Dann gibt es garantiert auch hierfür einen Experten, der weiß, was ihr habt und der euch eine Geschichte zu eurem Leiden erzählen kann. Und dann gibt es noch viele, die anderer Meinung sind und sie sicherlich auch gleich sagen werden…

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    September 3rd, 2010NinaInterview

    Wir freuen uns einen weiteren Neuzugang in unserem Reporter-Team begrüßen zu dürfen. Frauke Rick ist seit Jahren im investigativen und objektiven Society-Journalismus tätig. Ja, man könnte sie als wahre Größe unter all den Größen bezeichnen. Ab jetzt wird sie auch hier in regelmäßigen Abständen eine kleine Kolumne verfassen. Wir haben sie zu Anfang über ihren Job und das Leben mit den Prombies auf Du und Du befragt:

    Frau Rick, wie ist das so, wenn man mit den Prombies auf den toten Teppichen dieser Welt auf Du und Du ist. Ich meine, wenn man so dick auf Du und Du mit ihnen befreundet ist, dass man sich auch duzt, und dass sie einem all ihre Geheimnisse anvertrauen?

    Frauke Rick: Ach, das ist manchmal schon ein hartes Leben. Ich meine, seit ich meinen Platz als investigative und seriöse Journalistin vor der Kamera gefunden habe, bin ich ja selbst schon fast ein Star. Da ist es nur eine logische Konsequenz, dass ich mich unter Meinesgleichen bewege. Dass man da das eine oder andere Mal auch etwas Brisantes und absolut Aufregendes mitbekommt, versteht sich ebenfalls von selbst.

    Sie waren es, die als Erste festgestellt hat, dass Paris Hilton auf die Toilette geht. Die Bilder dieses Moments der Menschlichkeit gingen um die Welt und haben alle zutiefst bewegt. Sie konnten auch die aktuelle Affäre zwischen Bill Kaulitz und Justin Bieber enthüllen. Dieses auf Du und Du bringt das nicht auch Verpflichtungen mit sich?

    F.R.: Ach, wissen Sie, am Ende mancher Tage stelle auch ich mir die Frage, ob die Prombies das alles wirklich verantworten können, ob sie sich nicht schämen, sich von uns fotografieren zu lassen und ihre Menschlichkeit ab und an durchblitzen zu lassen. Dann fühle ich mich aber auch wieder verpflichtet, die Menschen darüber aufzuklären, denn wir als Journalisten haben schließlich einen Auftrag.

    Sie sind die Meisterin der objektiven und zurückhaltenden Berichterstattung. Wie machen Sie das?

    F.R.: Oh, danke, so würde ich das auch sehen. Ich habe mein Potenzial halt schon früh erkannt und gelernt, dass man sich absolut zurücknehmen muss, wenn man investigativ und objektiv berichtet. Man muss ein feines Gespür dafür entwickeln, sich stets im Hintergrund zu halten und nur in bestimmten Situationen einen kleinen vorsichtigen Kommentar abzugeben, denn im Society-Journalismus wird nicht bewertet oder gelästert. Wir berichten seriös! Haben Sie übrigens schon das Bild von Kate Moss auf dem toten Teppich gesehen? Also, dieses Outfit und was die da gesagt hat! Unglaublich!

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    Mai 7th, 2010NinaProgrammatismus

    Hier bin ich also, frisch gepflückt und frisch geschlüpft und zu allen Schandtaten bereit. Ich liebe den Journalismus und der Journalismus liebt mich. Von Feuilleton bis Klatschkolumne, von Prombimagazin bis Lokalzeitung, hinter den sieben Schlagzeilen bei den sieben schlechten Wortspielen bin ich zuhause. Ich sehe alles, ich weiß alles und sowieso werfe ich gerne mit Steinen auf andere, denn ich bin ein Boulevard-Journalist!

    Ich tanze den Boulevard-Journalisten-Tanz, hüpfe dabei von einem Bein auf das andere. Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich euch ins Beinlein beiß! Habt ihr nur einmal euer Gesicht in eine Kamera gehalten, dann gehört ihr mir. Ich werde euch finden, ich lauere euch auf, und dann, wenn ihr nur den kleinsten Anfall von Menschenlichkeit in euch tragt, schlage ich zu und am nächsten Tag wissen es alle. Alle wissen, dass ihr Menschen seid und nicht einfach nur Teil der Fernseh- und Filmkulissen. Read the rest of this entry »

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