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März 31st, 2010Newsigkeiten, Programmatismus(Gastbeitrag von draingirl) Ab siebten Mai beschert uns die ProAchtSpat.1 – Group einen neuen Sender, der speziell für uns Frauen da ist. Sexxxx. Der Name Sexxxx will
viele verschiedene Dinge. Erstens soll er dazu animieren, ihn gleich auf die Sechs der Fernbedienung zu programmieren, denn das passt ja wirklich sehr schön. Das vierfach x erinnert jede Frau an ihre Weibllichkeit. Klar, wir haben am Ende unseres “Bauplanes” ein XX-Chromosomenpaar und doppelt doppelt X ist einfach die geballte Frau “und das möchten wir ausstrahlen.” strahlt Katja-Hofem Best, die Powerfrau, auf deren Mist das letztendlich gewachsen ist.Sexxxx ist gleich nach der Urinella die wohl treibendste Kraft in Sachen Gleichberechtigung. Endlich bekommt Frau wonach ihr verlangt. Themen, die ihr gerecht werden. Wie man den Mann mal so richtig schön massiert, oder eine Reportage über die schönste Reizwäsche, Adressen für einen Stripkurs an der Stange, wenn aus dem partnerlichen Sixx die Luft mal raus ist, oder die neuesten Sparpreise vom nächten Pfennig Markt. Wir wollen schließlich üppig essen, aber nicht üppig zahlen. Read the rest of this entry »
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März 26th, 2010Showspielerei
Als sich einst das Model aus sturmdurchbrausten, im Nichts schwingenden und irgendwo verblassenden Abgründen erhob, war die Welt noch klein und voller nichtssagender Hässlichkeiten, deren Fratzen und Frutzen des Menschen kleines Kind zu ersticken drohten. Doch dann, zart und unschuldig, wie eine Lichtgestalt aus anderen Sphären, pellte sich das Model aus dem Ei. Zunächst wich es angsterfüllt vor den Hässlichkeiten zurück und rief: “Hilfe, nein, so kann die Welt nicht sein. Was macht ihre alle mit der Welt? Und wo ist bitte das liebe Geld, das mir einen Grund für meine Schönheit gibt, und damit in seiner Quelle nicht versiegt? Was macht ihr nur mit dieser Welt und dem schönen Sternenzelt, das Welt und Zelt nicht zusammenhält, weil ihr so hässlich und so einzigartig seid?”Und siehe da, die Menschen verneigten sich vor dieser Weisheit und priesen das Model, die Lichtgestalt, die ebenmäßigen Formen, die Haut aus Porzellan mit dem leicht güldenen Schein. Und sie bauten dem Model einen Tempel und einen Altar und das heilige Licht der Kameras und Scheinwerfer erleuchtete ihr wunderschönes seidiges von Haselnuss-Bioxi-Liponukleoid-Kuren verwöhntes Haar. Und sie wandelte Tag ein Tag aus über den Laufsteg. Lief hin und her und wurde dessen auch nicht müde. Und jeder ihrer Schritte war ein Aufbeben, ein Aufflammen der unendlichen Weisheit. Und die gar grauselig, grausamen, gruseligen Menschen krochen vor dem Model im Staub, da sie es nicht wagten zu ihr empor zu blicken, denn sie waren des Anblicks unwürdig. Sie, die würmelnden Kreaturen, die sich ohne Anmut, ohne jeglichen Sinn für den Sinn, ohne jeglichen Geschmack für die wohlumkränzenden Stoffe, die das Model am Leib trug, auf diesem Erdball bewegten. Read the rest of this entry »
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März 25th, 2010Serie, Showspielerei(Gastbeitrag von draingirl) Mal wieder hat sich Pro8 etwas ganz aussergewöhnliches einfallen lassen: Das Eingliederungscamp. Schon lange gibt es das Problem, wie man ausländische Mitbürger richtig in die Gesellschaft integrieren will, ohne dabei übermäßig viel Elan oder Bares an den Tag bzw auf den Tisch zu legen. Daher hat man sich mit Pro8 geeinigt, vorerst für eine Staffel, es dem Fernsehen zu überlassen, für eine effektive, schnelle auch finanziell lohnende Eingliederung zu sorgen. Mit einer Rekordneuverschuldung ist man allgemein froh, wenigstens diese Last nicht mehr tragen zu müssen.

Das Fernsehen wird das sowieso besser machen. Es ist ja auch für jeden da. Wer Schulden hat, kann sich von Petra Zwegert beraten lassen, möchte man besser aussehen, Read the rest of this entry »AnzeigeTags: Detlef D Soost, Integration, ProSieben -
März 19th, 2010Kultur
Wir können uns gar nicht genug in Lobgesängen über den Debütroman der mittlerweile 3-jährigen Helena Hegelmann “Nacktmull Overkill” (gepriesen sei es!) ergehen. Ja, es ist ein so außergewöhnliches Werk, eine solche Meisterleistung der literarischen Natur, dass alle anderen großen Schriftsteller wie Hermann Hesse oder Jean-Paul Sartre vor diesem Geniestreich mit fast schon göttlicher Anmut im Staub kriechen und Fräulein Hegelmann die Füße küssen.Pünktlich zur Leipziger Buchmesse haben die Kritiker, nachdem die Lobpreisungen unverständlicherweise etwas leiser geworden sind, “Nacktmull Overkill” (gepriesen sei es!) wieder hervorgeholt, es zum 254. Mal gelesen und eine neue Debatte um das Buch losgetreten. Auf dass wir ewig seine unermessliche Intensität preisen!
Dazu ein Gespräch mit dem Experten Jupp Heidevomzumwinkel:
Herr Heidevomzumwinkel, die Debatte um Helena Hegelmanns Werk “Nacktmull Overkill” (gepriesen sei es!) ebbt auch nach Wochen nur mäßig ab. Verdient oder nicht verdient? Read the rest of this entry »
Tags: Leipziger Buchmesse, Literatur



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