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Oktober 15th, 2009Programmatismus, Showspielerei, Wahnsinn in SerieWas wir und viele anderen auch ja schon von Anfang an gepredigt hatten, wurde nun von einem “Insider”
bestätigt: Popstars ist so wie andere TV-Formate dieser Art absolut auf Lug und Trug aufgebaut.Okay, das Vorgaukeln von falschen Realitäten ist ja für das Medium Fernsehen nichts ungewöhnliches, doch, dass bei sogenannten Casting-Shows gezielt mit den Träumen und Gefühlen von anderen, noch teils sehr jungen Menschen gespielt wird, ist eigentlich absolut verwerflich.
Da kommen 16-jährige Mädels hin und glauben an die große Karriere, an Ruhm, viel Geld etc. Klar, dass sie in solch einer Situation leicht auszunützen und zu manipulieren sind. Und genau an dieser Stelle setzen die Macher an: Sie spielen ihre kleinen Psycho-Spielchen mit den naiven Teenies, machen ihnen für Kohle und gute Einschaltquoten Hoffnung und lassen sie dann tief fallen. Alles nur für den Skandal, für die Schlagzeile, für ihren eigenen vermeintlichen Glanz… Und das alles auch noch unter dem Deckmantel der Wohltäter.
Sie geben vor den Kandidaten zu helfen und sie fördern zu wollen. In Wahrheit sind sie kleine naive Geldschleudern! Und das ist nicht nur bei Popstars, sondern bei allen Formaten dieser Art der Fall, von GNTM bis hin zu DSDS.
Gut, klappt ja auch ganz gut, denn Abend für Abend sitzen neue Teenies vor dem Fernseher aus denen sich der Nachwuchs dann leicht rekrutieren lässt. Jeder seine 15 Minuten Ruhm und dann der lange und tiefe Fall…
Am schönsten ist dann noch zu sehen, wenn sie von Ehrlichkeit und Moral sprechen und dann ihre Maschen abziehen und 16-jährige Mädels sich in kurzen Röckchen gegen ihren Willen am Boden räkeln lassen!
Nun hat ausgerechnet Sido in ausgerechnet der Bravo Tacheles geredet: Als er in der letzten Staffel in der Jury saß, traute er wohl seinen Augen und Ohren nicht, denn schon damals machte er auf die Manipulationen der Kandidaten aufmerksam.
Nun haut er passend zur aktuellen Staffel (ob er sich selbst in die Schlagzeilen bringen oder nicht, ist hier egal) noch einmal drauf. Detlef D! Soost sei ein “Vollidiot”, der im wahren Leben genauso kalt, unmenschlich und abgebrüht sei wie in der Sendung.
Egal sei auch wie die Kandidaten performen, wenn sie keine interessante Story zu erzählen haben, fliegen sie raus. Die Jury entscheide auch nicht selbst, sondern die Macher signalisierten den Juroren heimlich durch eine Ampel wer weiter dürfe und wer nicht.
Und was machen die meisten Medien? Die haben nichts besseres zu tun als auf den armen naiven Kandidaten herumzuhacken, die einfach nur ihren Traum leben wollen.
Brave new world! Ein Gehirn wäscht das andere…
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Oktober 6th, 2009AllgemeinDiesem Video muss ich, glaube ich, nichts weiter hinzufügen… Schramm spricht mir wie immer aus dem Herzen
. Aber seht selbst:AnzeigeTags: Humor -
Oktober 2nd, 2009Newsigkeiten
Da schlägt das Herz des Kunstbanausen höher
Was überschlagen sich in diesen Tagen die Journalisten wieder in wortgewaltigen Schlagzeilen. “Dieter Bohlen ist Kunst” kann man da in fetten Lettern lesen. Und schon entbrennt eine Debatte über seine derben Sprüche in der Sendung “Deutschland sucht den Superstar”. Sind Aussagen wie “Aus einem verkniffenen Arsch kommt kein befreiter Furz” oder “Du guckst wie ich beim Kacken” nun Kunst oder nicht!?
Der Witz ist aber, dass es bei dem Anstoß zu dieser Diskussion eigentlich nicht wirklich darum geht! Doch die Medien stürzen sich auf diesen Aspekt, weil man natürlich besser Schlagzeilen machen kann. Und das zufällig dann, wenn bald die nächste Staffel DSDS anläuft und man schon länger nichts mehr von Bohlen und Co. gehört hat.
Worum ging es also? Die KSK (Künstlersozialkasse) hatte gegen RTL prozessiert, da der Sender sich weigert Abgaben für die Jury bei DSDS zu zahlen. Nun war also nicht die Frage, ob Bohlen und seine Kollegen Künstler sind, sondern ob sie in die rechtlichen Bestimmungen der KSK passen. Und diese unterstützt nicht nur Künstler finanziell, sondern auch Journalisten und Publizisten, also im Prinzip alle, die in irgendeiner Form sich selbst darstellen, inszenieren etc. um andere zu unterhalten, informieren etc.
Mehr heißt das Urteil des Gerichts nicht: Dieter Bohlen inszeniert sich bei seiner Jury-Tätigkeit selbst um zu unterhalten. Und das kann keiner abstreiten. Ob er nun Kunst macht oder nicht, ist zweitrangig, da wir in Deutschland eh keinen festen Kunstbegriff haben und dieser sowieso durch Kommerz und Co. ausgehebelt ist. Oder sind die ganzen gecasteten Hupfdohlen Künstler? (eigentlich wohl eher Performer und Entertainer…)
Für RTL heißt es nun also Sozialabgaben in Höhe von 173.500 Euro zahlen. Da wird natürlich gemosert. Doch mal ganz im Ernst, schreibt sich nicht gerade stets das Privatfernsehen mit seinen zahlreichen Casting-Shows immer das Fördern von neuen Talenten auf die Fahnen. Ja, das könnten sie mit ihren Abgaben jetzt mal wirklich tun, denn die KSK unterstützt vor allem mittellose Künstler und Publizisten. Aber daran hat RTL ja keinen Gewinn!
Brave new world!
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