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November 29th, 2010Casting-ShowsIch laufe nun schon seit Tagen mit meinen Entwürfen davon. Ich habe Nächte an den Klamotten, die der nächste Trend werden sollen gearbeitet und nun will sie mir Heidi Klum wegnehmen. Das kann ich nicht zulassen!
Neben mir laufen noch andere Bewerber und so langsam geht uns die Puste aus. Oh Gott, Casting-Shows sind so anstrengend, vor allem wenn Fashion Designer um ihr Leben rennen… Puh!… Uhhh!… Zum Glück muss ich heute nicht mehr singen, wobei diese Challenge bestimmt auch noch kommt: Singe ein Kleid. Das kann dann gleich zweifach vermarktet werden.
Der singende Schneider von Sevilla, oder so ähnlich. Ich kann gleich nicht mehr, aber ich muss weiter laufen. In meinem Rücken sehe ich sie schon: Heidi Klum und ihr Produktionsteam. Oh Gott, jetzt kommt Philipp Plein mit seinem Abklatsch von „Project Runaway“ und will mir den Weg abschneiden.
Ich muss einen Haken schlagen. Ich werde der schnellste Designer der Welt! Ich werde meine Entwürfe nicht hergeben! Aber was soll das? Nun läuft auch noch das Publikum davon! Wie kann man eine Show auch „Project Runaway“ nennen?! …Puh!… Ein Designer, der Marathon und dem Show-Biz alle Ehre macht und am Ende des Laufes stirbt…
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Oktober 27th, 2010Casting-ShowsWer hat Lust sich sein Fleisch beschauen zu lassen. Ja, liebe Freunde, lebender Kleiderständer ist heute ein Traumberuf. Ein Beruf, den man offenbar innerhalb von wenigen Monaten erlernen kann, der aber natürlich absolut beinhart und suuuperschwer ist.
Yeah, Baby, gibs mir, lerne dein Gehirn abzuschalten und all meine Anweisungen eins zu eins umzusetzen, dann bring ich dich ganz groß raus. Von Verträgen hast du eh keine Ahnung, das mach ich schon für dich, keine Angst. Dann quetsch ich dich mit etlichen anderen minderjährigen Mädchen in ein kleines Apartment und lass euch in einer fremden Stadt in Sachen Leistung und Kampf konkurrieren.
Ab da arbeitest du für mich, ich geb dir das Gefühl, dass sich deine Träume erfüllen und dabei saug ich dich aus. Ach ja, essen darfst du natürlich auch nicht, denn unser Schönheitsideal ist das der Dritten hungernden Welt. Was für ein Vorbild!
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September 24th, 2010Casting-Shows
Ja, unsere Lieblings-Casting-Show geht wieder in eine neue Runde. Wer wird der nächste Mobstar und kann sich mit seinem herausragenden, unübertrefflichen und unbeschreiblichen Talent gegen die Konkurrenz durchsetzen.In der heutigen Folge ziehen die verbliebenen 200 Kandidaten in das Mobstar-Bandhaus ein und schon beweisen sie wie talentiert sie sind. Die zweijährige Vanessa, die schon ganz schön reif für ihr Alter ist, legt sich mit Jaqueline (gesprochen Schakeline, das e am Ende ist wichtig) an. Irgendwie passt ihr ihr Gesicht nicht und sie kann es auch nicht leiden, dass sie ständig so blöd guckt, also gibt es eins auf die Fresse.
Die Mobstars wären nicht die Mobstars, wenn die anderen sich nicht gleich dem Stunk anschließen würden. Die Kandidaten können natürlich noch nicht ahnen, dass das bereits ein Test war und Jurymitglied „Oh!“ Schakeline angespornt hat, ihr Gesicht vor Vanessa zu halten. Da ist natürlich Ärger vorprogrammiert.
Am Ende üben sie an ihrer Choreografie und ihrem Timing, damit sie auch die Show gut überstehen und sich am Ende vier durchsetzen und zum Mobstar werden, denn Mobstar werden ist in unserer Gesellschaft alles! Mal sehen, wer heute Abend gehen muss oder ob noch welche dazukommen oder vielleicht doch gar keiner fliegt. Mann, ist das spannend!!!
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September 11th, 2010Casting-Shows
Ach ja, diese wunderschöne Welt des Castings. Wo jedem, der dort teilnimmt, der Weg ins Paradies offen steht. Ein Leben voller Freiheit und Abenteuer im Musik-Biz. Was den meisten Kandidaten jedoch schön verschwiegen wird, und das hat für die Macher natürlich ihren Sinn, ist, dass das Musikgeschäft mehr als ein Haifischbecken ist, wo jeder, der nicht aufpasst, schnell zu Tode gebissen wird.Als gutes Beispiel dient uns da die aktuelle Casting-Show auf Vox, X Factor. Wirft man hier mal einen Blick auf die Vertragsbedingungen, die die jungen, unerfahrenen Kandidaten schon bei der Anmeldung unterzeichnen müssen, wird einem schnell klar, um was es wirklich geht.
Hier nur mal ein paar nette Auszüge:
„Sollte ich nach dem Casting zum ‘Bootcamp’ eingeladen werden, werde ich dem Produzenten schnellstmöglich auf eigene Kosten ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis sowie ein allgemeinmedizinisches Attest, ein Attest eines HNO-Facharztes (beide Atteste nach Vorgabe des Produzenten) übersenden und einen gültigen Reisepass vorlegen.”
“Ich übertrage auf den Produzenten auch alle Rechte für unbekannte Nutzungsarten.”“
Interviews sind nur nach vorheriger Absprache gestattet. Sollte sich die Presse mit mir in Verbindung setzen, verpflichte ich mich, diese an die Presseabteilung von RTL oder VOX zu verweisen.” „
Reisekosten (…) werden von dem Produzenten ausnahmslos nicht übernommen.”
„Ich erhalte für meine Teilnahme an der Produktion und Rechteübertragungen keine Vergütung.”
Das heißt also man gibt bei X Factor einige Grundrechte wie freie Meinungsäußerung und dazu noch Rechte wie freies Handeln oder an den eigenen Bildern an der Tür ab. Ähnlich werden die Verträge bei anderen Casting-Shows aussehen. Nun ja, und was die Kandidaten am Ende davon haben, kann man ja an etlichen Leichen auf dem Schrottplatz der Talente bewundern…
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